Das Projekt

elan – Klimaschutzprojekte an Schulen
in Steglitz-Zehlendorf

elan ist ein Klimaschutzprojekt des Bezirkes Steglitz Zehlendorf zur Unterstützung der bezirklichen Schulen bei der Integration des Themas „Klimawandel, Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ in die schulische Bildung.

Schulen aus Steglitz-Zehlendorf können sich zur Projektteilnahme anmelden. Sie werden durch Klimaschutz-Experten, einen Messgeräte-Verleih, Schüler-Experimente und gegebenenfalls Sachmittel bei der Verankerung des Klimaschutzes im Schulalltag und im Unterrichtsangebot unterstützt.
Die Projektteilnahme erfolgt angepasst an die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schulen.
Je nach bestehender Klimaschutz-Erfahrung stehen entsprechende Projektangebote zur Verfügung.

Ziel ist es den Klimawandel zu verstehen, angepasste Handlungsweisen zu entwickeln und ganz konkret den Energieverbrauch an der Schule zu senken.

Dazu sollen alle Handlungsfelder des Klimaschutzes (Energie, Verkehr, Ernährung, Anpassung an den Klimawandel, Müllvermeidung) dauerhaft und regelmäßig in das Schulgeschehen integriert werden.
Das Projekt wird gefördert durch den Bezirks-Energiesparpartner Vattenfall und das Bezirksamt. Durchgeführt
wird das Projekt von den Klimaschutz-Experten der MUTZ Ingenieurgesellschaft.


Klimaschutz ist eine Aufgabe für und von künftigen Generationen

Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen insbesondere die künftigen Generationen. Um den Klimawandel zu stoppen, sind in den nächsten Jahrzehnten besondere Maßnahmen erforderlich, welche von den jetzigen Schüler*innen umzusetzen sind. Somit ist die heutige Schülergeneration doppelt mit dem Klimawandel konfrontiert, als Betroffene des Klimawandels und als Akteure des Klimaschutzes. Deshalb ist es besonders wichtig die Schüler*innen auf die zukünftigen Aufgaben vorzubereiten.
Maßnahmen zum Klimaschutz sind nicht nur auf das Handlungsfeld der Energieeinsparung und der erneuerbaren Energien beschränkt, sie umfassen die folgenden Handlungsfelder:

1) Energieeffizienz und Erneuerbare Energien
2) Verkehr und Mobilität
3) Ernährung
4) Konsum und Abfallwirtschaft
5) Anpassung an den Klimawandel

Alles wird gut! Aber wie?
Unser Vorschlag: Ein schulspezifischer Klimaschutzplan

Zur Integration des Klimaschutzes in das Schuljahr sollte ein schulspezifischer Klimaschutzplan entwickelt werden. Dieser ist von der Schulleitung zu initiieren bzw. zu unterstützen. In die Schulgremien ist das Thema einzubringen und es sind entsprechende Beschlüsse zu fassen (z.B. die Aufnahme des Klimaschutzes
in das Schulprogramm). Eine Gruppe von Lehrer*innen sind als Klimaschutzbeauftragte zu bestimmen und diese sind für entsprechende Aufgaben freizustellen. Schließlich ist ein schulspezifischer Klimaschutzplan, z.B. nach dem Modell der Stadt Hamburg (https://li.hamburg.de/klimaschule-werden/) aufzustellen.

Der erste Schritt oder: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut

Schulen, die neu in das Thema Klimaschutz einsteigen, können schrittweise beginnen. Dabei ist der erste Schritt am wichtigsten, damit wird ein Prozess in Gang gesetzt. Perspektiven und Ziele dienen der Motivation und Orientierung. Mit regelmäßigen Aktivitäten und vielen kleinen Maßnahmen kann die Klimabilanz der Schule verbessert werden. Im elan-Projekt werden Sie mit Experten-Know-How, Messgeräten,
ggf. Sachmitteln unterstützt, individuell und angepasst an Ihre Schule.

Der nächste Schritt: Verankerung des Klimaschutzes im Schulalltag und -unterricht – Der Klimaschutzplan

Klimaschutz nach Rahmenlehrplan ist gut, aber nicht alles. Zur Institutionalisierung des Klimaschutzes sind standardmäßig die folgenden Punkte im Schulalltag zu verankern und im Klimaschutzplan festzulegen:

1) Bestimmung von Klimalotsen (oder Klimadetektiven, -agenten, -retter,-beauftragte) mit den Aufgaben: Kontrolle und Bedienung der Heizkörperthermostate, bedarfsgerechte Beleuchtung nach Tageslichtverfügbarkeit und angepasst für Tür- und Fensterseite des Klassenraumes, energieeffiziente Lüftung bei abgedrehten Thermostaten und Standby-Minimierung.

2) Jährlicher Energierundgang mit einer Klassenstufe durch das Schulgebäude. Verstehen der Energiepfade in der Schule. Ortung von Energieeinspar-Potenzialen. Abstimmung von Energieeinsparmaßnahmen mit den zuständigen Ämtern (LED-Beleuchtung, Bewegungsmelder in Sanitärbereichen, Reparatur defekter Bauteile der Gebäudehülle, Solarstromanlage, …)

3) Jährlicher Aktionstag zu Fuß zur Schule, Information der Eltern zum autofreien Schulweg, verbessertes Angebot an Fahrradabstellanlagen

4) Jährliche Durchführung eines Klimafrühstücks (https://www.kate-berlin.de/klimafruehstueck-de.html) in einer Klassenstufe, Thematisierung der Klimarelevanz der Ernährung und Aufzeigen von Alternativen, Klimaschutz in der Cafeteria.

5) Einführung und Kontrolle einer funktionierenden Abfalltrennung in Schulklassen und Pausenhof. Sicherstellung der aufgabengemäßen Entsorgung durch die Putzdienste. Informationen und Aktionen zu abfallarmem Konsum.

6) Anpassung des Schulgebäudes und der Abläufe an der Schule an den Klimawandel (Hitze, Sturm, Starkregen): Z.B. Pflege und Erweiterung der Grünflächen zur Milderung von Hitzetagen, Initiierung von Gründächern oder Fassadenbegrünung, Erweiterung von Sonnenschutz-Anlagen, Anpassung des Pausenhofes an zukünftige Starkregen-Ereignisse, Schulgärten.

7) Implementierung einer schulinternen Öffentlichkeitsarbeit zu verschiedenen Aspekten des Klimaschutzes.

Klimaschutzpläne sind immer schulspezifisch individuell und müssen nicht sofort alle Handlungsfelder abdecken. Lassen Sie sich bei der Entwicklung Ihres Klimaschutzplanes durch die elan-Klimaschutz-Experten beraten und unterstützen. Passen Sie den Standard-Klimaschutzplan an den Bedarf und die Verhältnisse Ihre Schule an. Ziel ist es jedoch immer, die Klimaauswirkungen an Ihrer Schule zu verringern und den Klimaschutz sichtbar zu machen.

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